Begierde leben

Habt Ihr Euch schon mal in einer Situation befunden, wo einzig und allein Eure Begierde regierte? Diese unendliche Lust auf den Einen, die raus und gelebt werden musste, egal wo?

Diese Erinnerung handelt von diesem „Zustand“.

Es ist einige Jahre her, ich arbeitete nebenher in einer Art Internetcafé, war am Empfang. Es war eine Location, wo man sich einfach nur traf und unterhielt, surfen konnte, die Gäste auch mal etwas tranken. Es machte Spaß, viele verschiedene Leute, viel gute Laune, manchmal hörte man sich auch Nöte und Sorgen an, eine große Familie. Wenn ich tagsüber da war, war das Publikum etwas anders, im allgemeinen ging es ruhiger zu. Man konnte sich mehr auf den Einzelnen konzentrieren. Und das war nicht ganz schlecht, wie sich herausstellte…

Ich stand hinter dem Empfang und die Tür ging auf. Herein kam ein Mann, den ich immer gerne sah, der seit dem ersten Male ein Kribbeln und Wohlgefühl in mir ausgelöst hatte. Der Eingang war durch eine Kamera bewacht, ich konnte sein wehendes Jackett im Bildschirm sehen. Er ging immer voller Energie, relativ zügig und voller Tatendrang. Er trug stets einen Anzug, das allein gefiel mir schon sehr, verbrachte anscheinend so manches Mal seine Mittagspause hier. Dieses Mal kam er wesentlich später. Es war schon spätnachmittags. Ich wunderte mich kurz, freute mich aber. Insgeheim hatte ich immer die Hoffnung dass er auftauchte wenn ich da war. Wir hatten bis dato gar nicht viel miteinander gesprochen, er setzte sich an einen PC in der hintersten Ecke, ich brachte ihm Kaffee, lächelte ihn an, das war´s. Als er beim letzten Male zu mir kam um zu bezahlen, berührten sich kurz unsere Hände, ich war da schon wie elektrisiert. Ließ mir aber nichts anmerken.
Zeige „professionelles Verhalten am Arbeitsplatz“, meine liebe, schoss mir durch den Kopf.

Derselbe Verlauf. Er kam rein, lächelte, grüßte. Ich schaltete ihm seinen PC frei und…wurde nervös. Er sah umwerfend aus, wie ich fand. Dieses verschmitzte von „Michel aus Lönneberga“, gepaart mit der Seriosität eines Anzugträgers.

Ich ließ ihn einige Zeit in Ruhe bis ich zu ihm hin bin und ihn fragte ob er einen Kaffee möchte.

Er schaute auf „Wann und wo?“

„Himmel“ schoss es mir durch den Kopf, ich wusste nichts zu entgegnen, allein durch diese Worte hatte er mich aus der Fassung gebracht. Niemals hätte ich damit gerechnet.
Er merkte es und schwang um.

„Entschuldigung, gerne, wie immer“

Ich zog verdattert davon, immer noch geflasht von diesen 3 Worten. Völligst angestochen machte ich ihm seinen Kaffee, die Gedanken sprangen im Dreieck. Was nun?

Nun ist es ja bei mir so, dass ich, wenn ich so hin und weg bin, nicht mehr Herr über mich bin. Ich wollte ihn.
So sehr!
Also schrieb ich ihm fast automatisch meine Nummer auf, brachte beides zu seinem Platz.
Und hey…meine Nummer bekommen nur wenige, auserwählte.
Er sah auf den Zettel, lächelte mich an.
Ich ging.
Wahrscheinlich wirkte ich in diesem Moment wie ein junges Mädchen, unbeholfen, hilflos.

Mittlerweile war mein Chef aufgetaucht….Shit….

Belangloses geredet, immer mein Handy im Blick.

Als es vibrierte kam die Vorschau auf seine Nachricht. „Wie nett von dir, Dankeschön :-)“

Ich glaube mein Chef hatte mir noch einiges erzählt, ich bekam es nicht mehr mit, irgendwann fuhr er wieder.
Schon ein merkwürdiges Gefühl, keine 10 Meter weiter saß ein fast Fremder, mit dem ich ein paar SMS austauschte und der mich völlig kopflos machte.
Es wurde später und später, der Laden leerte sich, ER war immer noch da.

Ich wollte bald Feierabend machen.

Seine Nachricht dass er gerne bis zum Schluss bleiben möchte, machte mich vollends irre.

Wirklich! Es war so, dass wir vorher nicht mehr als 2 Sätze miteinander geredet hatten und nun das.
Seinen Augen konnte man ablesen dass er ein ehrlicher Typ war. Dazu noch seine Offenheit. Das mag ich sehr und finde es unglaublich sexy.
Irgendwas an mir schien auch ihn zu faszinieren.

Die Stunden vergingen und ich wollte den Laden schließen. Das wurde auch Zeit, denn ich war einfach nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Mein Körper reagierte, meine Gedanken wurden flügge. Was wird passieren? Passiert überhaupt etwas?

Ich war so gierig auf ihn!

Auf einmal war für mich alles klar. Es wird etwas passieren. Und zwar das, was in den letzten Stunden immer mehr Raum in mir einnahm.
Ich schloss ab und erledigte alles was zu tun war.
Er saß noch immer hinten, keine Nachricht mehr.

Dann war ich nicht mehr ich selbst.
Ich ging nach hinten, mein seidenes Oberteil war in der Taille gebunden, das einzige was ich noch dachte war dass ich es aufknoten muss…und tat es.

Es fiel mir dadurch über eine Schulter, es schien ihm zu gefallen als er aufschaute.
Langsam ging ich auf ihn zu.

Als ich bei ihm ankam stand er auf, schaute mich an.

Wir küssten uns.

Einfach so, wie selbstverständlich.

Wir küssten uns als wenn es keinen Morgen gab, kein Wort fiel.
Unsere Zungen fanden sich, spielten miteinander.

Die Situation wurde zum Selbstläufer.

Ich öffnete meine Hose, wollte und musste ihn spüren.

Und dann überkam es ihn. Das Jackett flog, genauso wie sein Hemd. Wer es ihm ausgezogen hatte, ich , er selber…ich weiß es nicht mehr.

Er zog mich aus, mein Oberteil fiel vom Körper, küsste mich weiter.
Er küsste himmlisch!
So kann doch kein Mann küssen, so voller Gier, Leidenschaft und Gefühl.

Ich war alleine durch seine Küsse völlig weggetreten.
Als die Hose fiel war ich schon fast soweit zu kommen.

Unfassbar!
Nur reine Begierde.
Sein Schwanz sprang mir entgegen

Ich wollte ihn schmecken.
Sein Schwanz war wie für meinen Mund gemacht.
Gott, was schmeckte er gut! Jeden Lusttropfen schleckte ich ab, spielte mit meiner Zunge, saugte leicht an seiner Spitze um ihn im selbem Moment ganz zu verschlingen. Immer und immer wieder. Sein Stöhnen machte mich noch heißer, ließ meine Zunge flattern, die Knie weich werden.

Irgendwann wurde der Tisch zu unserem Bett.

Ich war so nass…
Legte mich auf diesen Tisch, öffnete für ihn meine Beine, breit.
Offen lag ich nun vor ihm.

Er fing an meine Nässe weg zu lecken. Doch statt trocken zu werden lief ich immer mehr aus. Seine Zunge spielte mit mir, er saugte und umrundete meine Klit, leckte dann wieder komplett durch die Spalte, steckte sie kurz rein.

Ich wollte ihn nun ganz, nahm seinen Kopf in meine Hände und deutete an hochzukommen.

Als er sich endlich über mich beugte, ich seinen Schwanz spürte und er eindrang sah er mich dabei an.
Meine Beine umschlangen seinen Körper. Ich sah in seine Augen und konnte nicht anders als meine Lust auszusprechen.
“Fick mich endlich”
Ein lautes Stöhnen kam  als Antwort…

Er fickte mich wie ich schon lange nicht mehr gefickt wurde. Pure Lust und voller Hingabe. Immer wieder stieß er zu, ließ keine anderen Gedanken als die an ihn mehr zu.

Ich kam schnell, zu sehr hatte ich in diesen langen Stunden auf ihn gewartet.
Man sagt immer dass einen eine Welle überrollt….es war ein Tsunami!
Ich stöhnte einfach nur noch meine Lust heraus.
Als er dann noch seinen Schwanz an meinen Arsch ansetzte…war ich vollends verloren. Langsam aber bestimmend nahm er ihn sich vor. Analsex ist so eine wunderbare Variante seine Gier und Lust regieren zu lassen.  In diesem Moment hätte mein Chef nochmal auftauchen können, die Kündigung hätte ich stöhnend während des Fickens entgegen genommen, egal. Alles war egal! Ich wollte und hatte IHN.

Als ich merkte dass er soweit war, spritzen wird, drängte ich ihm meinen Körper entgegen. Ich wollte ihn möglichst tief in mir.

Er explodierte und ich merkte wie er mich füllte. Stoßweise pumpte er seinen ganzen Saft in mich. Das gab mir den Rest, Gleichzeitig mit ihm kam ich nochmal, anal.

Es ist eine andere Art zu kommen, du lieferst dich ihm komplett aus, zeigst alles von dir, bist entglitten.

Irgendwann brachen unsere Körper übereinander zusammen, wir atmeten schwer, genossen noch unsere Nähe.

„Hallo, ich heisse übrigens….“

„Und ich heisse ….“

Am nächsten Tag fuhr er in den Urlaub….14 Tage. Segeln..er schrieb mir…ich hatte schlaflose Nächte…
Wie ich später erfuhr, war der Urlaub auch ein Grund warum er an diesem Tag noch bei mir auftauchte. Anscheinend hatte er dieselben Gedanken wie ich gehabt und ich zog ihn an so wie er mich.

Wenn ich jetzt beichte, das wir es danach dort noch mehrmals und auch zu normalen Geschäftsöffnungszeiten in der Boutique meiner Freundin, in der ich später des Gefallens wegen´s bei ihr gearbeitet, – getrieben haben oder ich ihn spontan nachts, nach einer Fahrt von fast 200 km besucht habe …überlege ich über eine Fortsetzung, den Teil 2.

Noch heute haben wir Kontakt, gerade heute hat er mich im Büro besucht. Mittlerweile hat er seine langjährige Freundin geheiratet. Ich gönne ihr ihn, aber mir habe ich ihn auch lange Zeit gegönnt. Nun läuft nichts mehr zwischen uns. Aber diese unglaubliche Anziehungskraft ist immer noch da.

Begierde lässt sich nicht erklären…

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1 Kommentar

  1. Oh, wie schön und wunderbar! Diese wenigen Momente im Leben, diese “Anziehung auf den ersten Blick”, woraus dann wirklich etwas wildes und nie vergessenes wird. Viel zu selten, viel zu oft versagen wir uns das. Wann passiert mir endlich mal wieder so etwas? (Danke für diese Geschichte!)

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