Die Visitenkarte Teil 1

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Fünf nach halb sechs, endlich setzt sich der Zug in Bewegung. Aber schön leer ist er, ich habe das ganze Abteil für mich allein. Ich ziehe die Schuhe aus und lege meine Füße auf dem Sitz gegenüber ab.

Was für ein Tag! Erst mitten in der Nacht aus den Federn, zum Zug gehetzt, dort noch zwei Stündchen geschlafen und dann eine Besprechung nach der anderen in Berlin. Und was ist dabei rausgekommen? Nichts! Aber jetzt hab ich vier Stunden ganz für mich alleine, ich kann lesen, vor mich hin träumen und sogar Musik hören – alles Sachen für die ich sonst kaum Zeit habe. Mit einem glücklichen Lächeln hole ich mein Buch aus der Tasche. Eine Sammlung erotischer Geschichten, die ich noch nicht gelesen habe, dass ist genau das, was ich jetzt brauche. Allerdings werde ich so spät nach Hause kommen, dass die Chance auf Sex mit meiner Frau ziemlich gering sein wird. Naja, manchmal ist mir das Kribbeln, das Träumen fast wichtiger als der Vollzug selbst. Ich lese die ersten Zeilen und schon versinke ich in einer Welt, in der das Unglaubliche und das Wunderbare nicht die Ausnahme ist sondern die Regel.

Langsam dämmert es, ich muss das Licht anmachen, um weiterlesen zu können. Im Geiste bin ich in der Karibik, ich höre das leise Rauschen der Brandung, während ich genüsslich die Mösen von zwei wunderschönen Frauen abwechselnd ausschlecke. Die leicht schaukelnden Bewegungen des Zugs tragen mich weiter tief hinein in die Fantasie der Autorin, die ihren Traumurlaub schildert. Ratsch! Die Tür des Abteils öffnet sich und ich zucke zusammen. Aus der Traum von einem Abteil ganz für mich alleine. Eine blonde Frau, ein ganzes Stück älter als ich kommt hinein und grüßt mich. Leicht irritiert nicke ich ihr zu und vergrabe mich sofort wieder in mein Buch. Warum setzt sie sich nicht? Mist, sieht so aus, als wollte sie auch einen Fensterplatz haben. Sie soll ruhig merken, dass mir das gar nicht passt. Ganz langsam und mit einem missbilligenden Gesichtsausdruck nehme ich meine Füße herunter vom Sitz gegenüber und lese weiter. Aus den Augenwinkeln sehe ich, dass sie sich setzt, na ja, hat sich gut gehalten für ihr Alter, anscheinend eine sehr sportliche Figur und große, grüne Augen in einem hübschen Gesicht. Aber altersmäßig weit davon entfernt, zu meiner „Zielgruppe“ zu gehören. Und dann ist sie auch noch so unverschämt, mir meine gemütliche Sitzposition wegzunehmen. Ich beschließe, dass sie mir unsympathisch ist und lese weiter. In der Geschichte sind die Frauen makellos schön und so jung, dass ich fast ein schlechtes Gewissen bekomme.

Trotz der Störung versinke ich wieder tief in der Geschichte und vergesse alles um mich herum. Die Heldin der Geschichte wird zu einem Initiationsritual eingeladen. Erst dort wird ihr klar, dass es keine unbeteiligten Zuschauer bei diesem Ereignis gibt und nachdem die erste Gruppe von Jugendlichen öffentlich in unterschiedliche Sexualpraktiken eingeführt wurde, ist die Heldin nun selbst das „Demonstrationsobjekt“. Schüchtern und lächelnd nähern sich ihr 3 nackte junge Männer, völlig unbekümmert zeigen sie ihr ihre harten schönen Schwänze und die Heldin wird dabei von zwei eingeborenen Frauen langsam ausgezogen. Es scheint sich um eine besondere Attraktion zu handeln, eine weiße Frau beim sex zu erleben, denn der Heldin kommt es vor, als ob alle weiteren Aktivitäten eingestellt werden und alle Augen nur noch auf sie gerichtet sind. Als sie nackt ist, wird sie sanft zu einer bereitstehenden Holzkonstruktion geführt und ihr bedeutet, dass sie sich dort bäuchlings darüberlehnen soll. Als einer der jungen Männer sich dann unter sie legt wird ihr klar, was ihr nun bevorsteht. Sie soll gleichzeitig 3 Schwänze in sich aufnehmen. Der Gedanke entsetzt und begeistert sie zugleich und die Eingeborenen bemerken mit lauten Ausrufen, dass die weiße Frau schon sehr feucht geworden ist. Vor ihren Augen nähert sich ganz langsam einer der jungen Männer und sie kann seinen schönen makellosen Körper bewundern als sich sein steifer Schwanz immer mehr ihrem Gesicht nähert…

„Ich finde die Stelle besonders schön, wo sich die Frau vor den Augen der Jugendlichen selbst verwöhnt“

Ich fahre entsetzt von meinem Buch hoch und schaue meiner Mitreisenden ins Gesicht. Was war das?!

„Entschuldigen Sie, aber das Buch das sie lesen kenne ich auch und ich dachte endlich mal jemand, mit dem Frau sich vielleicht auch über etwas wirklich interessantes unterhalten kann.“

Ich habe das also nicht geträumt, sie hat das wirklich gesagt!

„Ähm ja, sicher,“ ich stottere vor mich hin, „da haben sie bestimmt recht, ähm.“

Eine wildfremde Frau will sich mit mir über Sex unterhalten? Meint sie das ernst? Will sie sich einen Spaß mit mir erlauben? Ich hätte vielleicht doch etwas anderes lesen sollen, wie komme ich jetzt bloß aus dieser Situation wieder raus?

„Naja, hm, ich meine, sie kennen die Geschichten also schon, ähm.“

Ich Depp, das hatte sie ja schon gesagt, das Beste wäre vielleicht einfach in ein anderes Abteil zu gehen, mit irgendeiner fadenscheinigen Begründung.

Sie lächelt mich freundlich an und sieht mir dabei direkt in die Augen.

„Ach bitte, ich kann verstehen, dass sie überrascht sind, normalerweise spricht man ja nicht darüber aber ich würde mich gerne mit Ihnen über Erotik unterhalten. Wann habe ich sonst denn schon die Gelegenheit dazu. Und leider habe ich kein so schönes Buch bei mir, mit dem ich mir die Stunden im Zug versüßen könnte.“

Ich schlucke merklich und nehme sie das erstemal bewusst wahr. Sie ist wirklich blond, allerdings eher dunkelblond mit den ersten grauen Strähnchen in ihren Haaren. Sie trägt einen grauen knielangen Rock, eine fliederfarbenen ziemlich engen Pulli, der ihre kleinen Brüste und ihren schlanken Bauch gut zur Geltung bringt. Ihre schlanken Beine stecken in schwarzen blickdichten Strumpfhosen (oder halterlosen Strümpfen?) und an ihren Füßen trägt sie schwarze Schuhe mit nicht allzu hohen Absätzen. Ihre grünen Augen leuchten in ihrem freundlichen Gesicht, ihre relativ große Nase sticht etwas hervor in ihrem auch sonst sehr aristokratisch wirkenden Gesicht. Die Falten an ihren Grübchen weisen darauf hin, dass sich unter ihrer ernst wirkenden Schale ein sehr fröhlicher Mensch verbirgt. Sie lächelt mir noch breiter zu als sie bemerkt, wie ich sie mit meinen Blicken mustere.

„Gefalle ich Ihnen? Ich finde sie recht attraktiv, auch wenn sie bestimmt ein paar Jahre jünger sind als ich.“

Ich bekomme immer noch den Mund nicht auf. Was passiert hier? Schlagfertig ist sie auch noch! Aber ist das nicht das, was ich immer schon einmal tun wollte? Sitze ich nicht selbst gelangweilt in Besprechungen rum und spekuliere darüber welche sexuellen Vorlieben meine Gesprächspartnerinnen wohl haben mögen? Und habe ich mir nicht schon oft vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn ich einer Bekannten einmal sagen würde: „Du, was mich schon immer interessiert hat, was findest Du beim sex eigentlich am schärfsten, was bringt Dich zum kommen?“ Nein, ich würde mir monatelang Vorwürfe machen, wenn ich eine solche Gelegenheit nicht beim Schopf ergreifen würde. Und ich musste nicht mal selbst die Initiative ergreifen. Wir kennen uns ja nicht, egal was passiert, Folgen kann es ja keine haben, solange ich mich unter Kontrolle habe und ihr nichts wirklich persönliches über mich verrate. Mein Selbstbewusstsein kommt langsam wieder.

„Ja, Sie haben eigentlich recht. Warum nicht? Ich würde mich sehr gerne mit Ihnen über Erotik unterhalten. Und sie gefallen mir gut, auch wenn sie vielleicht ein paar Tage älter sind als ich.“ So! Das war gut gekontert. Wenn sie mich leimen wollte, dann muss sie sich jetzt aber was Gutes einfallen lassen. Doch jetzt scheint sie lieber schweigen zu wollen. Eine beklemmende Stille breitet sich in dem Abteil aus. Aber ich habe sie unterschätzt.

„Ja, es ist schwer den richtigen Anfang für so ein Gespräch zu finden. Also mittenrein. Wissen Sie, ich bin sehr exhibitionistisch veranlagt, es hat zwar etwas gedauert, bis ich das bemerkt habe, aber es ist einfach so. Vor ungefähr 3 Jahren hat mich einmal mein damaliger Freund gebeten, ihm zu zeigen, wie ich es mir selbst mache. Das hat mich natürlich erst einmal geschockt aber komischerweise war ich gleichzeitig sehr erregt. Und dann habe ich es getan! Und ich hatte den besten Orgasmus meines Lebens. Leider war der sex das Einzige, wo wir gut zusammengepasst haben und wir haben uns dann bald wieder getrennt. Mein jetziger Ehemann hat leider wenig Verständnis für diese Vorliebe von mir. Für ihn ist Sex immer mit Ficken verbunden. Andere Spielarten langweilen ihn eher. Wenn er mitbekommt, dass ich es mir selbst mache hab ich nicht mal Zeit, zum Höhepunkt zu kommen, so schnell hat seinen Schwanz in mich versenkt. Und komischerweise finde ich dieses Spiel nur erregend, wenn mein Partner davon auch erregt wird.“

Also verheiratet ist sie auch noch, ich komme aus dem Staunen nicht heraus.

„Das finde ich lustig“, antworte ich, „bei mir ist es genau umgekehrt, ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal Sex mit meiner Frau hatte, ohne dass es zum Ficken kam. Obwohl ich es sicher nicht darauf anlege. Vor ein paar Wochen hat sie es mir zum erstenmal in meinem Leben nur mit den Füßen besorgt. Sie hat mich solange mit ihren Fußsohlen und ihren Zehen massiert und gestreichelt, bis ich meinen Saft auf ihren Füssen verteilt hab. Das war eine wunderbare Erfahrung für mich aber gewöhnlich benutzt sie all diese Techniken nur als Vorspiel, ich warte immer schon richtig darauf, dass sie mir sagt, dass sie mich jetzt tief in ihr drin spüren will. Was soll ich da antworten? Nein, ich will dich jetzt nicht ficken? Dann ist sie beleidigt und das Spiel macht mir auch keinen Spaß mehr. Da entscheide ich mich lieber für einen ordentlichen Fick. Wobei mir der auch Spaß macht, besonders bei bestimmten Stellungen.“ Soll sie ja nicht glauben, ich könne mich nicht auch völlig schamlos geben. Während ich spreche merke ich, wie viel Freude mir das bereitet, so offen zu sein. Wahnsinn! Und geil macht mich das auch. In meinem Kopf wabern Bilder von meiner Mitreisenden, wie sie mir ihre nasse Möse zeigt.
„Das ist ja ein fast unglaublicher Zufall“, sie lächelt mich breit an und leckt sich kurz ihre Lippen, „Und hat ihre Frau ihnen schon einmal gezeigt, wie sie es sich selbst macht?“

„Nein, davon wage ich gar nicht zu träumen!“

„Das ist schade, da haben Sie sicher etwas verpasst und ihre Frau noch mehr.“

„Da wär ich mir nicht so sicher, jedenfalls was meine Frau angeht.“

Wieder dieses sehr erotische Lächeln. „Mal was ganz anderes, würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn ich meine Füße ausstrecken würde?“

„Nein, wieso, tun sie was Ihnen gefällt.“

„Auf dieses Angebot werde ich sicher noch zurückkommen.“

Sie ist wirklich unglaublich schlagfertig. Und jetzt streift sie ihre Schuhe ab und streckt ihre Beine aus. Ihre Füße befinden sich auf meinem Sitz praktisch direkt neben meinen Beinen. Mit einem Seitenblick registriere ich, dass sie sehr schöne schlanke Füße hat. Und ihre Beine sind auch nicht ohne! Und jetzt? Wars das schon? Na, immerhin kann ich jetzt ihre schönen Beine bewundern. Obwohl das auch nicht unbedingt so angenehm ist, denn sie sind so nah, dass ich am liebsten über das Nylon streichen würde, dass ich gar nicht weiß, wohin mit meinen Händen. Mein Schwanz hat sich jedenfalls schon geregt und zumindest mir fällt die Beule in meiner Hose auf….

…to be continued

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