Lieber Stereo als Mono

 

Freitagabend, kurz nach 19.00 Uhr – Ich sitze im Zug nach Hause. Wie jeden Abend schaue ich mir gelangweilt die heutigen Nachrichten an. Ich bin generell der Letzte im Zug um diese Zeit. Heute ist das jedoch anders, denn du sitzt im Abteil schräg gegenüber und lenkst meinen Blick immer wieder in deine Richtung. Ich frage mich, wann du den Zug wohl verlassen wirst… und ob du mich auch wahrgenommen hast? Noch drei Stationen und ich bin da. Wann steigst du wohl aus? Vielleicht sogar am gleichen Ort wie ich. Und wenn nicht? Ich muss es riskieren. Ein Blick in de Waggon, wir sind fast allein. Nur ein älteres Paar sitzt 3 Abteile in die andere Richtung. Ich stehe auf und komme auf dich zu… deine Augen – nein, schau nicht weg – du bist so hübsch! Und nun kann ich auch dein Duft riechen. Meine Nackenhaare melden sich. Eigentlich bin ich scheu, aber du weckst in mir in tieferes Interesse als andere das bisher taten. Meine Hand bewegt sich wie von selbst und berührt dein Knie, als ich mich setze. Mein Herz springt mir fast aus dem Brustkorb. Innerlich glühe ich – hoffentlich sieht man das nicht. Ich stammele: ”Wohin geht die Reise…?” So idiotisch. Hätte ich lieber nichts gesagt! Ich senke den Blick und schaue auf deine Oberschenkel die unter deinem Rock verschwinden… wow… ich weiss nicht was mich da reitet, eigentlich müsste ich ja nur noch eine Station fahren. Aber du ziehst mich an. ”Ich… ich habe Feierabend.” sage ich und erkenne ein Flackern in deinen Augen, ein loderndes Verlangen. Ich rücke etwas vor und unsere Knie berühren sich. Mir wird heiss im Schritt. Was macht sie mit mir? Ich beisse mir auf die Lippen und sage mit trockener Stimme: ”…und du?” – irgendwie hoffe ich, dass du mich berührst. Vorsichtig legst du deine Hand neben meine auf mein Knie. Nur so, dass sich unsere Finger wie zufällig berühren… ein wohliger Schauer läuft mir den Rücken hinunter. War das Gedankenübertragung? Was sag ich nur? Ich möchte mich noch nicht von dir verabschieden: „Ich bin auf dem Heimweg und habe nichts mehr vor. Hast du Lust, mich auf einen Kaffee zu begleiten?“ habe ich das wirklich gesagt? Was wenn sie nein sagt? Mein Herz schlägt schneller…“gern“ kommt zurück. Einfach so…

Das ist neu. Noch nie konnte ich mein Blut hören. Mein Herz pumpt mit maximaler Kraft und lässt mich schneller atmen. Ich lecke mir vor lauter Trockenheit in meinem Mund über meine Lippen und will gerade ein paar Worte hauchen, als du fast Zeitgleich deinen Mund leicht öffnest und tief einatmest. Eine unsichtbare Kraft lässt meine Finger bewegen und meine Hand schwebt über deiner. Oh nein, das war’s jetzt, das war sicherlich zuviel für dich. Ohne nach unten zu sehen akzeptierst du aber die Nähe und siehst mich an. Du atmest tief. Ich spüre eine Aufforderung und knistern in der Luft. Langsam finden die Worte den Weg über meine Lippen: ”…k-küss mich.” Geschockt über meine eigenen Worte halte ich den Atem an. Mein Herz sackt augenblicklich ab. Du bewegst dich wie in Trance auf mich zu. Kurz vor meinem Mund bremst du ab und wir verfangen uns in einem tiefen Blick. Ich lege meine Hand in deinen Nacken und ziehe dich den letzten Zentimeter heran. Unsere Lippen vereinen sich, unsere Zungen tanzen Ballett, als wären wir Meister darin. Nie hätte ich mit dieser Hingabe gerechnet. Nie hätte ich gedacht, dass ich soweit gehen könnte. Ich liebe deinen Geschmack auf meiner Zungenspitze und ziehe dich näher ran. Unsere Lippen decken sich komplett und wir atmen schärfer. Ich spüre deine Hand suchend über mein Hemd tasten. Du rückst an die Bankkante und schiebst ein Bein zwischen meines. Meine freie Hand ruht schon lange nicht mehr auf deinem Knie, sie rutscht bereits höher, nach Wärme suchend. Meine Sinne spielen verrückt, als deine Finger für eine Sekunde lang einen meiner Nippel berührt.

Die Welt ausserhalb des Zuges zieht vorbei, fast schon surreal ist die Situation, in die ich uns manövriert habe. Du ziehst mir mein Hemd langsam aus den Hosen und suchst nach meiner Haut. Meine Hand lasse ich deinen Oberschenkel entlang fahren, unter deinen Rock. Du scheinst mir nichts übel zu nehmen und rutschst sogar nochmals etwas näher, als ich deinen Slip am Saum berühre. Ich zucke kurz zurück, als ob ich mich schämen würde, was ich da gerade tue. Doch dein kaum hörbares Summen während eines erneuten langen Zungenkusses und der Fakt dass du mit deinen Nägeln über meinen Bauch krabbelst, lässt mich zurückkehren und über die Linie zu springen… Mein Finger spürt Haut und Stoff als er sich langsam etwas runter tastest. Du scheinst dich zu rasieren, denn es ist so spürbar fein. Als ich mich über die erste kleine Unregelmässigkeit taste, keuchst du auf und atmest schneller. Ich lasse meinen Finger über deinen leicht hervorstehenden Kitzler wandern und drücke unterhalb etwas mehr gegen deinen Slip. Es wird warm und deutlich feucht… mit zwei Fingern beginne ich dich zu massieren. Dein Atem wird schwerer und schneller. Es ist ein Spiel mit Feuer – wir mitten im Zug.

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