Puke und das Geheimnis von Vee

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Eine halbwegs frivole Geschichte über die wundersame Vielschichtigkeit von Elfen-Frauen in den Enddreissigern und dem verzweifelten Bemühen männlicher Kobolde diese zu ergründen, zu verstehen, oder einfach nur, sie –verdammt noch einmal– endlich flach zu legen…

Morgenlattendämmerung

Am Morgen danach erwachte Puke mit einem laut brummenden Schädel, und hatte leichte Erinnerungslücken. Er wollte den kalten Schweiß, der ihm auf der Stirn stand mit dem Pyjama Ärmel fortwischen, da fiel ihm auf dass er gar keinen Pyjama trug.

Er war nackt. Und sein kugelrunder Bauch schimmerte grünlich, so wie es sich für einen ordentlichen Kobold mittleren Alters gehörte.

Was sich allerdings überhaupt nicht gehörte, waren die langen Kratzspuren überall auf seiner Brust und tiefer, wo sich ein sanftes Brennen bemerkbar machte. Puke tastete behutsam nach seinem besten Stück, und betrachtete kurz das, was Vee davon noch übrige gelassen hatte. (Ohne allerdings zu wissen, dass Vee der eigentliche Grund für seine aktuelle Situation war.)

Seine Morgenlatte war für einen Kobold seines Alters erstaunlich hart, stand jedoch ein bisschen windschief, in die Luft und seinen tastenden Fingern und flüchtigem Blick war nicht entgangen, dass die Eichel zwar wie üblich violett glänzte aber stellenweise ziemlich schmerzte, so als hätte er seinen Schwanz, wie damals, in jüngeren Jahren, in das Endrohr eines DYSON Staubsaugers gesteckt und eingeschaltet. Irgendetwas hatte furchtbar lang daran gesaugt, so viel stand fest. Auch die überall verteilten Reste von Lippenstift wiesen ebenfalls darauf hin.

Puke schüttelte den Kopf, so als könne er die Erinnerung an den DYSON damit fort schütteln. Was zur Hölle war gestern passiert?

Er fühlte sich ausgelaugt und schlapp. Wohltuend schlapp, zugegeben. Aber eben dennoch schlapp, als hätte er die ganze Nacht schwer geschuftet und einiges an Kilos durch die Gegend bewegt. Fragte sich nur, wessen Kilos?

Er versuchte sich in dem ihm unbekannten Raum zu orientieren. Offenbar lag er auf einem Schlafsofa, die Jalousien waren geschlossen und sein Zeitgefühl sagte ihm, dass es in den frühen Morgenstunden sein musste, die Vögel zwitscherten noch nicht, also musste es noch vor 4 Uhr sein.

Merkwürdigerweise war sein linker Arm mit einem Seil ans Kopfende des Sofas gefesselt, und jetzt wo er sich versuchte zu konzentrieren, fiel ihm auf, dass seine Linke Schläfe schmerzte, so als hätte jemand, mit flacher Hand zwar, aber dennoch ziemlich kräftig zugeschlagen.

Ein Erinnerungsfetzen flog, einem kleinen Vogel gleich, an einem Bewusstseins- fenster vorbei und erzählte ihm, dass er gestern auf der Weihnachtsfeier gewesen war, irgendwo Downtown in der großen Stadt. Eine Bar?, ein Nachtclub?, Egal. Er erinnerte sich nur an eins: Die Musik war abscheulich laut, aber dafür war Vee bei ihm gewesen! Vee, wunderbare Vee.

Eigentlich hatte Vee ihn seit vielen Jahren immer wieder beschäftigt, wenn er zum Beispiel beim Onanieren an sie dachte, tauchten ihr Bild immer wieder vor seinem geistigen Auge auf und beschleunigte den allgemeinen Vorgang ungeheuerlich– dabei hatte sie ihn schon so oft abblitzen lassen, dass er aufgehört hatte mitzuzählen.

Gestern aber, das wurde ihm nun unvermittelt klar, war irgendetwas anders gewesen, sie hatten geredet, getrunken, viel gelacht und sie hatte sich sogar freiwillig neben ihn gesetzt und dabei ab und zu wie zufällig ihre Hand auf seinen Oberschenkel gelegt. Außerdem waren ihre Lippen ein ums andere mal gefährlich nahe an seine geraten, weil die dröhnenden Musik so furchtbar laut war, dass man nur wenige Zentimeter voneinander entfernt sitzen und ins Ohr des Partner sprechen musste.

Er hätte gewarnt sein sollen, dass dieses Verhalten in etwas münden würde, was er nicht unter Kontrolle haben würde. Immerhin war sie eine Professionelle. Eine Lustelfe, wie sie im Buche stand.

Lustelfennichtsein

Vielleicht sollten wir kurz klären wer Vee ist. Das könnte eventuell hilfreich sein und ein wenig Licht ins Dunkle bringen. Vee ist eine Elfe der besonderen Art, groß und schlank, lange blonde Haare, unendlich lange Beine, überdurchschnittlich wohl proportionierte Brüste, ein Dekolléte zum Dahinschmelzen, schlicht der Prototyp einer professionellen Lustelfe, die jeden Koboldmann um den Verstand bringen könnte, wenn… ja, wenn sie denn nur gewollt hätte!!

Um es kurz zusammenzufassen, und die Geschichte endlich weiterzuspinnen: Sie hatte alles was es braucht eine Lustelfe zu sein, aber sie wollte es partout nicht sein!
So einfach lag das Problem: Sie hatte sich dem Lustelfennichtsein verschworen und also beschlossen, keine Lustelfe zu sein! Punktum. Fertig. Basta. Aus.

Der Grund dafür blieb aber ihr dunkles Geheimnis, und niemand sollte es je erfahren. genausowenig wie die Tatsache, dass sie Puke für eine Nacht all das gegeben hatte, was er sich seit langem von ihr gewünscht hatte. Apropos „Problem“–Nun, natürlich hatte Vee überhaupt kein Problem damit so zu sein, wie sie es gerne sein wollte. Aber die sie umschwirrenden Männer, hatten ein Problem damit zurückgewiesen zu werden, egal wie sehr sie sich auch anstrengten.

Sie zerschellten einfach an ihrem Lächeln, und ihrer Schönheit. denn sie verlor nie die Contenance. Oder die ihr angeborenen Höflichkeit mit dem selbstbewussten Lächeln. Und war eben immer diese unerreichbare Dame, die alle zu erobern suchten, ohne jedoch Aussicht auf Erfolg zu haben. Und das machte sie rasend.

Bälleparadies

Vee hatte sich vorgenommen eine Ausnahme für Puke zu machen. Einmal und dann nie wieder. Er war einer derjenigen der sich immer um sie gekümmert hatte, egal wie schlecht es ihm selber ging. Er hatte diese eine Nacht verdient… Sogar ihre langen Haare hatte sie zu einem dieser “Fick mich”-Wimpel hoch gesteckt, um ihn noch schwächer zu machen als er ohnehin in ihren geschickten Fingern geworden war. Insbesondere nachdem sie sich beim “Frischmachen”, ihr Dekolléte aufgehübscht hatte, und ohnehin das Kleid trug, das ihre außergewöhnlich verführerischen, prallen Brüste besonders hervorhob.

Sie hatte gespürt, wie Puke die ganze Zeit versuchte nicht ins Bälleparadies zu gucken, wie er ihr Dekollete scherzhaft genannt hatte und stattdessen in ihre Augen zu schauen, aber nach jedem weiteren Whisky, hatte er es weniger geschafft, die Kontrolle über seinen Blick zu behalten und war dann ziemlich tief abgerutscht.

Vee hatte schon befürchtet, dass er einschlafen würde, nachdem sie in dem Appartment ihrer Besten gelandet waren, welches Vee ab und zu für den ein oder anderen Zweck nutzte, wenn diese auf Reisen war. Aber Puke hatte irgendetwas von “Whisky ist mein Viagra” gefaselt und sich eine Zigarre angesteckt.

Sie hatte kurz entschlossen ihren Slip abgestreift, ihr Kleid gehoben und sich auf seine Brust gesetzt. Alles weitere was dann passiert war, hatte ihr dann doch irgendwann den Atem geraubt und sie mehr als nur einmal kommen lassen. Der alte Kobold hatte sich als echte Wundertüte entpuppt und ihre Erwartungen ein ums andere mal übererfüllt.

Und wirklich, der Whiskey schien den alten Kobold zu beflügeln und ihm einen Dauerständer verschafft zu haben, denn selbst Vee hatte es nicht geschafft ihn von diesem Zustand für mehr als ein paar Minuten zu befreien. Seine Lusttropfen hatten ihr bereits sehr gut geschmeckt, aber sein Saft hatte sie wirklich geil gemacht. Und so hatte sie fast kein Ende finden können ihm bei jedem Stellungswechsel neu anzublasen. Bis seine Eichel ins Violette verfärbt war.

Und der Gedanke an sein Stöhnen, als er das erste mal in ihrem Arsch kam, ließ ein geiles Lächeln über ihre Lippen blitzen. Zumals er sich zunächst recht dämlich angestellt hatte, als es anal weiterging und sie ihm erst eine mit der flachen Hand vor den Kopf hauen musste, bevor er wesentlich geschickter weitermachte.

Aber dennoch. Wenn es am schönsten ist, sollte man aufhören, sagt das alte Sprichwort, Und was sein musste, musste leider sein…

Abschied

„Tut mir leid für dich, Puke“, sagte Vee „es war wunderschön mit dir, du warst der beste Liebhaber, den ich je in mein Bett gelassen haben, aber es wird kein nächstes mal geben.“

„Du weißt viel besser als ich, was gut für dich ist“, sagte Puke, leicht geknickt.Und dachte an seinen leicht windschiefen Schwanz.

„Das hast Du sehr schön gesagt“, entgegnete Vee und lächelte sanft.

„Ja, ja…“ sagte Puke nachdenklich und leise weiter: „Der Clown, der Clown. War immer lustig anzuschauen. Doch in sein Herz, da ließ der Clown, niemanden hineinschauen.“ Dann gab er zu: „Okay, es ist leider nicht von mir, sondern ein Zitat von einem anderen berühmten Clown namens Heinz Rühmann…“

„Mach’s gut“, sagte Vee „und danke für deine Zärtlichkeit. Und mach dir wegen deinem besten Stück keine Sorgen, in ein paar Tagen ist er wieder wie neu, und du kannst eine andere damit glücklich machen. Und weiß Gott, das kannst du!”

Sie zwinkerte freundlich und kurzsichtig, da sie im Laufe vorheriger Nacht irgendwann unter den harten Stößen Pukes bei einem der vielen Stellungswechsel ihre Kontaktlinsen verloren, und bislang nicht wiedergefunden hatte. Für sein Alter hat er seine Sache mehr als nur befriedigend gelöst, dachte sie noch kurz und lächelte innerlich.

Puke fand diese Zwinkern, besonders süß, sagte aber nichts mehr. Er hatte irgendwie seinen Text vergessen und wünschte einfach, er könnte sich an mehr erinnern.
Da waren nur die wenigen Bruchstücke, die vor seinem geistigen Auge vorbei flatterten, sowie der Sound ihres Stöhnens, den er für immer in seinem Kopf abgespeichert hatte.

“Härter, tiefer, fester…!!”
“Ja, genau so, du geiler alter Kobold…!!”
“OMG. Du leckst wie ein junger Gott…!!”
“Hier geblieben, wir sind noch lange nicht fertig…!!”
“Darf ich noch einmal reiten, ich will nochmal kommen…?!”

Es war zum Verzweifeln: Da hatte er es endlich geschafft die Vielschichtigkeit von Vee für eine Nacht zu durchbrechen. Alle von ihr geschaffenen Schutzzonen und Abwehr-Bollwerke zu umgehen und er konnte sich nur bruchstückhaft an fast nichts mehr erinnern.

Wenn er noch Haare auf dem Kopf gehabt hätte, hätte er sie sich nun gerauft.

Ende.

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