Sexchat

Autor ist Babs, ihr könnt sie gerne anschreiben  😊

Erfahrungen … Erinnerungen

Auch oder gerade wenn man in einer sexuell erfüllten Beziehung lebt, gibt es immer wieder einen Moment, wo man überlegt, wie man den … sexuellen … Horizont erweitern kann. Wir, mein Mann und ich, haben das unverschämte Glück Partner gefunden zu haben, die offen sind. Nein, genau genommen haben wir gelernt einander gegenüber völlig offen zu sein. Ein jeder von uns kann sicher sein, dass der andere ihn für keinen Gedanken, für keine Fantasie verurteilt. Man hört sich zu, hält sich dabei im Arm und lässt das Gehörte auf sich wirken. Manches spricht sofort an, manches muss erst einmal in aller Ruhe bedacht werden. Der Geist … die Gedanken können, dürfen frei sein. Denn eins ist uns sicher … wir lieben einander. Das ist der Fels, auf dem unsere Beziehung gebaut ist. Selbst im stärksten Streit, in der heftigsten Auseinandersetzung wird daran nicht gerüttelt. Dieses Urvertrauen, das wir ineinander haben, ist … so hoffen wir … nicht zu erschüttern.

Vor diesem Hintergrund experimentieren wir gern … und ich kann zugeben, dass mein Kerl es ist, der mich fordert und weiter gebracht hat. Er gibt mir die Sicherheit. Ich lernte, dass es keine Schwäche ist devot zu sein … eher das genaue Gegenteil. Ich lernte, dass es nicht ordinär ist Worte wie „Fotze“, „Arschfick“ o.ä. zu benutzen. Meine Bedürfnisse in klare Worte zu fassen, einzufordern ist kein Zeichen von Billigkeit, Lasterhaftigkeit, sondern es ist mein Recht. Und somit gibt es Phasen der Zügellosigkeit, der absoluten Gier … wir zelebrieren sie … Vollmondphasen.

In einer dieser Phasen völliger Gier, als ich nicht genug bekommen konnte, meinte mein Mann beim Sex „Jetzt würde es Dich wohl aufgeilen, einen zweiten Schwanz zu haben.“ Und ja genau das war es, den wollte ich … die Vorstellung machte mich wahnsinnig, trieb mich in den nächsten Orgasmus. Bei klarem Verstand sind wir uns einig, dazu wird es nie kommen. Die Gefahr damit etwas zu zerstören, den anderen zu verletzen ist zu groß und ist es uns nicht wert. Der Gedanke blieb …

Wenn der zweite Mann nicht real an unserem Sexleben teilhaben kann, wie dann? Irgendwann fragte mein Kerl mich … und man muss dabei wissen, wir haben uns in den Tiefen eines Chats gefunden … ob ein Sexchat mit einem anderen Mann mich reizen würde. Nein, alleine wollte ich nichts machen. Aber das meinte er auch nicht. Er dachte an einen Chat zu dritt. Und so kam es dazu, dass wir uns in einem entsprechenden Forum anmeldeten als „DieSchöne“ und „DasBiest“ … wir wollten als Paar klar erkennbar sein. Unsere Vorstellungen klar formulieren war kein Problem. Schnell merkten wir, dass der einfachste Weg war, dass ich vorpreschte und etwaige „Kandidaten“, deren Profile vielversprechend waren, ansprach. Es kam zu solchen Chats … mal mehr mal weniger geil. Biest rationalisierte das Vorgespräch … er ist genial, nach fünf Sätzen, Fragen, Antworten wissen wir eigentlich, ob es passt oder nicht.

Problematisch und nicht kalkulierbar dabei bin ich, das muss ich offen zugeben. Für mich ist es wichtig, dass die Chemie stimmt, habe feine Antennen, wenn man mich als billig oder leicht zu haben einschätzt. Aber auch für meinen Mann war es ein schwerer Weg … vieles war anfangs nicht denkbar … mein, „sein“ Fötzchen war tabu für andere, küssen war nicht denkbar. Klar, es sind nur Worte, es ist nur Chat, aber wenn man sich völlig drauf einlässt, wenn man das Kopfkino startet, fühlt und lebt man es, als wäre es real. Wir lieben Dirtytalk, da stößt man schnell auf Möchtegern-Machos … ein Nogo. Schwierig auch die Kerle, die fast geiler auf meinen Mann waren als auf mich … da gab es oft Gelächter und die Sexstimmung war weg. Mein Kerl ist im realen Leben strikt hetero. Ich würde keinem Mann raten ihm an den Arsch zu fassen in erotischer, geiler Absicht. Wobei … sein Arsch eine der bevorzugten erogenen Zonen ist … oftmals gieriger als meiner, aber ihn geil zu verwöhnen bleibt allein mir vorbehalten. Ein Strap gehört selbstverständlich in unsere Spielzeugkiste und wird auch regelmäßig benutzt. Obwohl er davon überzeugt ist strikt hetero zu sein, ist die Fantasie sich von einem Mann ficken zu lassen … wahrscheinlich forciert von mir … präsent.

Wie hat man sich Sexchats überhaupt bei uns vorzustellen? Ich sitze am Pc, mein Mann in der altrömisch dekadenten Halb-Liege-Stellung gegenüber auf dem Sofa mit dem Laptop, wie oft auch abends beim fernsehen. Wir haben direkten Blickkontakt, sind meist völlig nackt. Wir reden kaum, schreiben ja jeder konzentriert … wir befriedigen uns selbst dabei. Zu sehen, wie ich einen Satz abschicke … ihn ansehe, wie er ihn liest … wichsen muss, ja muss … ist der absolute Wahnsinn.

In einer Nacht stießen wir auf … nennen wir ihn „Dick“. Eloquent und versaut … hart und geil. Warum die Chemie stimmt, kann man kaum erklären. Er brachte uns an verbale Grenzen, bei denen wir vorher Chats abgebrochen hatten oder wo es einen heftigen Anschiss von Seiten meines Kerls gab. Wenn wir nach solchen Chats dann im Bett liegen, meist vorher völlig animalisch noch übereinander hergefallen sind, besprechen wir sie oft … was geil war, was nicht … was uns besonders geflasht hat, was eher gestört hat.

Zum Dirtytalk gehören für uns völlig natürlich Worte wie „Schlampe“, „Sau“, „Fickstück“. Wi ich sehr empfindlich war, es durfte nicht in den käuflichen bereich gehen, „Nutte“, „Flittchen“ o.ä. war ein Tabu. Dick erweiterte das Vokabular um „Bitch“ was mich in Moment des Lesens fast weghaute … im positiven Sinn. Wo wir völlig uneins auch im Nachhinein waren … Dick hatte ja akzeptiert, dass er mich nicht auf den Mund zu küssen hatte, wie er alle Regeln ohne Diskussion hinnahm … fragte meinen Mann aber an einer Stelle „Willst du mich küssen?“ … ich saß am PC, sah auf … mein Kerl wechselte die Farbe und ich dachte nur „Verdammt, küss ihn!“ Natürlich kam es nicht dazu, es ist seither ein running joke zwischen uns beiden. Mein Mann weiß, dass es mich in diesem Moment ins Nirwanen katapultiert hätte, eben weil es ein Tabubruch gewesen wäre. Aber Toleranz bedeutet auch Grenzen und Nogos anzunehmen.

Dieses Wochenende war wieder eins der völlig versexten. Keine Termine, Entspannung war das Thema … und Sex natürlich. Schnell waren wir uns einig, dass wir uns nur aufgeilen, aber erst spät kommen … ein quälendes aber wahnsinnig geiles Spiel, das wir bis zur Perfektion beherrschen. Seinen Schwanz zu verwöhnen … sanft bis heftig … ihn zu streicheln … wichsen … zu lecken, ihn mir selbst bis in den Hals zu pressen und ihn an den Rad des Wahnsinns zu treiben, ist unbeschreiblich. Ein Gefühl der Macht überkommt mich, wenn ich sehe, wie er um Fassung ringt, wie sein Atem immer schwerer geht … wenn ich ihn zitternd in den Armen halte. Und quid pro quo zahlt er mit gleicher Münze zurück. Er leckt mich, verwöhnt mich, fickt mich hart durch … aber lässt mich nicht kommen … ich hasse und liebe ihn gleichzeitig in diesen Momenten.

Am Nachmittag saß ich am PC, las hier etwas, suchte dort nach geilen Pornosclips … als mein Kerl meinte „Dick ist im Chat, soll ich mal sehen, ob er heute Abend zuhause ist?“ Selten blöde Frage … zu dritt mit Dick … jederzeit. Ich sah ab und zu zu ihm hin und sah ihn grinsen. Der Schwanz war den ganzen Tag über schon immer hart … ich liebe den Anblick. Plötzlich schiebt er mir eine Kopie seines Chats mit Dick ins Postfach. Sie unterhalten sich über mich, darüber mich zu ficken, als wäre ich nicht dabei. Genau genommen bin ich es ja auch nicht … ich bin die stille Mitleserin und das macht mich tierisch an. Sie unterhalten sich darüber, ob und wie hart ihre Schwänze sind. Und dann wieder so ein Satz, der mir durch und durch geht. Dick schreibt ihm „Und dich will ich auch ficken“ und läuft damit offene Türen ein … „oder 69?“ fragt Dick. Ich sitze da und bin Zeugin eines Gesprächs, von dem ich nicht mal geträumt habe. Mein Mann sieht mich an und fragt mich „Willst Du das sehen, will st Du es lesen?“ Rhetorische Frage, das weiß er, aber er will es von mir bestätigt haben … ja, ich will es sehen, ich will es unbedingt lesen. Ich will erleben, wie sich diese beiden Kerle, die nur vor Testosteron sprühen, ficken, die Schwänze blasen in dieser absoluten Geilheit. Mein Fötzchen tropft …

Der Abend kommt, Dick ist pünktlich … eine Seltenheit in der virtuellen Scheinwelt. Es ist unglaublich, wie locker wir nach so wenigen gemeinsamen Chats miteinander umgehen … die Kerle stürzen sich nahezu aufeinander, dass ich anmerken muss „sagt mir, wenn ich beginne euch zu stören“ . Aber ich weiß, dass ich sie nicht störe, ich weiß, dass es die beiden aufgeilt, dass ich es miterlebe … Dick fragt mich, wie ich es finde, dass er den Schwanz meines Mann bläst. Und ich finde es nur geil, es macht mich an … ich muss hautnah dabei sein, erleben … ich will beide berühren. Längst gibt es keinen Unterschied mehr zwischen real und virtuell, es ist in meinem Kopf, ich erlebe es intensiv, beeindruckend, überwältigend, Es hat tatsächlich nichts auch nur annähernd schwuchteliges, es ist von unbeschreiblicher Männlichkeit geprägt … und gerade deswegen dauert es nicht lange, bis sie sich um mich kümmern … ausgiebig kümmern … hart kümmern. Bei aller Härte, ja nahezu Brutalität kommen aber immer wieder diese Zeichen des absoluten Respekts von Dick, gerade wenn mein Kerl und ich immer wieder Zeichen von Liebe und Innigkeit austauschen. Er schreibt, wie klasse er genau das findet. Und da fallen Sätze im wildesten Fick, dass er sich niemals versuchen würde zwischen uns zu drängen, dass er „seinen Platz“ kenne. Das war spürbar, aber er spricht es auch aus und das nötigt meinem Mann Respekt ab, das „knackt“ ihn. Es dauert nicht lange und er sagt zu mir „küss ihn, ich will es!“ Ich kann es kaum fassen, aber genau das ist es, was mir fehlte … ich wollte die absolute Freiheit zwischen diesen beiden Männern … und ich hatte sie plötzlich … ich nahm und gab … ich glaubte vor Geilheit sterben zu müssen … forderte mehr und mehr … und bekam es … ich hatte die Kontrolle längst verloren … und ein Blick in die Augen meines Mannes bestätigte mir, dass es richtig ist … und ich kam mit einer Heftigkeit, die bei Selbstbefriedigung selten ist. Allein das Schreiben darüber macht mich erneut nass …

Und dann passierte das wundersame … die beiden wurden sanft, ließen mich zur Ruhe kommen, hielten mich gemeinsam. Ja, es war „nur“ ein Chat .. da waren nur Buchstaben, Worte auf dem Monitor, aber es fühlte sich anders an. Ich kannte diese Intensität aus anderen Chats … quasi aus dem früheren Leben …. zu dritt hätte ich sie für unmöglich gehalten.

Aber diese fantastischen Kerle hatten noch harte Schwänze … ein Wissen oder Anblick, der mich wahnsinnig macht. Es ist genug, wenn ich hier erzähle, dass niemand unbefriedigt schlafen ging …

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5 Kommentare

  1. Wow, wirklich toll geschrieben und sehr spannend, liebe Babs.
    Dein Satz im zweiten Absatz gefiel mir sehr ” Ich lernte, dass es keine Schwäche ist devot zu sein … eher das genaue Gegenteil.”

  2. Ich habe das lesen sehr genossen. Mir hat die Stelle am besten gefallen, als ihr euch gegenüber saßt und beide masturbiert habt. besonders du. Frauen, die es sich selbst machen und dabei süß stöhnen sehr sexy. Ich freue mich schon auf dein nächstes Werk^^

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