Hotelbesuch Teil 3

….seiner Befriedigung ihre Lust gewinnen. Es sollte keinen Grund für Rohrstockhiebe geben außer seinem Willen.

Innerhalb kürzester Zeit war ihre Gesäßfläche mehrfach heftig von den Stockschlägen getroffen worden und strahlte einen brennenden Schmerz aus. Kurzzeitig fragte sie sich, ob die gerötete Haut wohl den abgedunkelten Raum erleuchtete aber da wurden ihre Gedanken schon von der nächsten Welle des Schmerzreizes überschwemmt. Der Stoff ihrer Augenbinde durchfeuchtete sich mit Tränen, von denen sie nie würde sagen können, ob sie vor Lust oder Leid vergossen wurden.

 Es hörte genauso überraschend auf, wie es begonnen hatte. Er bewegte sich weg von ihr und sie hörte ein leises Klappern und Rascheln. Es wurde kalt auf ihrem eben noch so glühenden Gesäß, als er mit zwei Beuteln voller Eiswürfel die malträtierte Haut kühlte. Ihre Atmung verlangsamte sich wieder. Mit der Entspannung stellte sich eine neue Phase der Erregung ein. Sie wusste, sie war ihm ausgeliefert. Hätte er es auf pure Brutalität abgesehen, hätte er dieses oder ein anderes Schlagwerkzeug ganz anders einsetzen können und auch die Mühe, vorher ausreichend Eis bereitzulegen, hätte er sich sparen können. Nein, er hatte er ihr gezeigt, dass er es alles kann, dass er aber längst nicht alles will was er könnte.

 Seine Hände schoben ihre Schenkel auseinander. Sie kniete nun mit weit gespreizten Beinen vor dem Bett und spätestens jetzt musste es einen keine Wünsche offen lassenden Einblick in Vagina und After geben. Wobei ja letztere Öffnung noch durch den Plug, den er eingeführt hatte, verschlossen war. Er schien hinter ihr mit irgendetwas zu hantieren und sie hoffte, dass er, wie zuvor in ihrem Schriftwechsel als eine ihrer wenigen Bedingungen vereinbart, ein Kondom überzog. Als sein wieder hartes Glied kurz die Innenseiten ihrer Pobacken streifte, meinte sie zu spüren, dass sich ihre Hoffnung bestätigt hatte.

Fast im selben Moment, als der Plug aus ihr heraus glitt, nahm die den Druck seiner Eichel an ihrem Anus wahr. Er hielt sich nicht lange auf, aber sie war durch den Plug und das Gleitgel vorbereitet sowie durch die vorherige Behandlung in einem Erregungszustand, in dem sie egal was auch immer niemals Widerstand geleistet hätte. Behutsam aber zielstrebig drang er in sie ein.

 Ein eigentümliches Gefühl ergriff sie. Wenn auch immer es stets ihre Meinung war, beim Analverkehr ginge es um die Demütigung der Frau und um die alleinige Befriedigung des Mannes, was sie beides in diesem Moment gerne in Kauf genommen hätte, so musste sie  überrascht feststellen, wie sich ihre Erregung weiter steigerte. Sie konnte sich kaum noch halten, versuchte irgendwie seinen Stößen ein wenig Druck entgegenzusetzen, um nicht den Eindruck einer bewußtlosen  Puppe abzugeben. Dann wurde es zuviel. Erneut stöhnte sie laut auf und ließ ein Gewitter an Gefühlswellen durch ihren Körper gleiten. Sie hatte den Eindruck, dass sie sich mehrfach zusammenzog und auseinander  flog.

 Sie spürte wie er sich aus ihr zurückzog. Einen Augenblick war es still hinter ihr aber sie rührte sich nicht. Sie wusste nicht einmal ob sie sich nicht traute oder ob sie es einfach nicht konnte. Sie fühlte, wie sich ihr gedehnter Anus langsam zusammenzog und plötzlich  schien  irgendetwas leichtes, weiches ihren rechten Unterschenkel zu berühren. Kondom. Sie vermutete dass er das Kondom abgestreift hatte und wurde unruhig. War das alles? War er fertig? War er eben in ihr gekommen ohne dass sie nur ansatzweise davon etwas gespürt hatte? Oder wollte er etwa den Rest ohne Kondom vollenden?

 Bevor sie einen wirklich klaren Gedanken fassen und sich irgendwie zur Wehr setzen konnte, wurde sie wieder auf das Bett gezogen. Erst jetzt bemerkte sie, wie ihre Knie brannten. Als er sie auf den Rücken drehte, drückten sich ihre gefesselten Hände in die weiche Matratze. Er schob abermals ihre Beine auseinander und hielt kurz inne. Sie begriff, dass er sich ein frisches Kondom überstreifen wollte und war darüber dankbar, als sie seinen Penis an ihren Schamlippen fühlte. Sich ihm auszuliefern war eine ihrer besten Entscheidungen gewesen.

Feucht, nein nass wie sie war, glitt er tief in sie hinein und begann sich mit langsamen, kräftigen Stößen immer wieder in sie zu bewegen. Er lag nun auf ihr, knetete wieder ihre Brüste und stieß unablässig in sie hinein. Schließlich trafen sich wieder ihre Münder und sie öffnete die Lippen. Abermals schlangen sich ihre Zungen ineinander und  sie schienen sich beide in  einem Zustand der Reizüberflutung zu befinden. Ihr war jetzt alles egal und sie wusste, wenn sie sich jetzt einem Orgasmus hingeben würde, wäre es der letzte für dieses Treffen. Bis sie das nächste Mal von ihm eine Nachricht erhalten würde.

 Sie versuchte den Moment irgendwie hinauszuzögern, doch sein Glied, seine Hände, seine Zunge, seine Haut auf ihrer, da konnte sie nichts entgegensetzen. Ihr Stöhnen war mehr ein Röcheln und in dem Moment, in dem es in ihrem Unterleib eine Explosion gegeben haben musste, erschlaffte sie. Auch er atmete heftig und seine Körperspannung veränderte sich. Beim Sex im Ehebett hatte sie fast nie einen Orgasmus und konnte daher recht genau spüren, wann ihr Mann sich ergoss.

 Aber jetzt war sie selbst ein einziges Wahrnehmungschaos, so dass ihr das einfach entgehen musste. Aber hatte sie sich nicht deshalb in diese Situation begeben? Er hatte sie wehrlos vor sich, wenn er in solchen Momenten nicht kommen konnte oder wollte, war das seine Sache und er war ihr keine Rechenschaft schuldig, ebenso wenig, wie sie für irgendetwas verantwortlich war. Das war der Grund, warum sie vor einigen Monaten auf die eigentlich seltsam formulierte Anzeige geantwortet hatte und sich auf das alles eingelassen hatte.

 Er ließ von ihr ab und legte offenbar das Kondom an die Seite. Dann beugte er sich noch einmal über sie und gab ihr einen innigen Kuss. Er hob sie ein wenig an und half ihr, in eine bequemere Position zu rutschen. Sie entspannte sich und er legte einen Arm um sie.

 Ende Teil 3

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